Freitag, 12 Mai 2017 13:25

Lebensversicherung: Geld zurück durch Widerspruch

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Die Lebensversicherung sollte ein wichtiger Baustein für die Altersvorsorge sein. Viele Lebens- und Rentenversicherungen haben sich aber nicht so entwickelt wie vom Verbraucher erhofft. Die Renditeerwartungen sind geschrumpft. Die Kündigung der Police lohnt sich allerdings in vielen Fällen nicht. „Die Alternative zur Kündigung der Lebensversicherung kann der Widerspruch sein. Dann wird der Versicherungsvertrag komplett rückabgewickelt und der Verbraucher erhält seine geleisteten Prämien fast vollständig zurück. In der Regel ist das deutlich mehr als der Rückkaufswert bei einer Kündigung“, erklärt Rechtsanwalt Christof Bernhardt von der Kanzlei Cäsar-Preller in Wiesbaden.

Mittwoch, 10 Mai 2017 09:31

BGH: Kontogebühr bei Bauspardarlehen unzulässig

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Für Bauspardarlehen gelten die gleichen Regeln wie für andere Bankdarlehen. Das heißt: Auch Bausparkassen dürfen in der Darlehensphase keine Gebühren für die Kontoführung erheben. Das hat der Bundesgerichtshof aktuell mit Urteil vom 9. Mai 2017 entschieden (Az.: XI ZR 308/15).

Dienstag, 09 Mai 2017 11:34

EN Storage GmbH: Anleger können Forderungen im Insolvenzverfahren anmelden

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Den Schaden bei der insolventen EN Storage GmbH schätzte der Insolvenzverwalter auf mindestens 90 Millionen Euro. Immerhin scheint dennoch etwas Insolvenzmasse vorhanden zu sein, sodass nun am 2. Mai 2017 das reguläre Insolvenzverfahren über die EN Storage GmbH am Amtsgericht Stuttgart eröffnet wurde (Az.: 6 IN 190/17).

Dienstag, 09 Mai 2017 11:32

Farm Capital Management GmbH: Möglichkeiten der Anleger

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Die Farm Capital Management GmbH bot den Anlegern der insolventen Agrofinanz GmbH nur scheinbar einen Rettungsanker. Seit Anfang des Jahres ist die Farm Capital Management GmbH ebenfalls insolvent und die Anleger müssen weiter um ihr Geld fürchten.

Das gleiche Szenario bot sich bereits 2016 als die Agrofinanz GmbH Insolvenz anmelden musste, nachdem die Finanzaufsicht BaFin ihr die Rückabwicklung des unerlaubt betriebenen Finanzgeschäftes und die Rückzahlung der Gelder an die Anleger aufgegeben hatte. Doch dann trat die Farm Capital Management GmbH, die ihren Firmensitz ebenso wie die Agrofinanz in Kleve hat, auf den Plan. Sie bot den Anlegern an, die Verträge mit der Agrofinanz zu kündigen und im Gegenzug neue Verträge mit Farm Capital Management abzuschließen. Das Ergebnis blieb für die Anleger das Gleiche: Nach der Insolvenz müssen sie erneut den Verlust ihres investierten Geldes befürchten.

Bislang wurde am Amtsgericht Kleve nur das vorläufige Insolvenzverfahren über die Farm Capital Management GmbH eröffnet (Az.: 32 IN 73/16). Sollte die Insolvenzmasse ausreichen, um das Insolvenzverfahren regulär zu eröffnen, können die Anleger ihre Forderungen beim Insolvenzverwalter anmelden und würden dann über die Insolvenzquote wenigstens zum Teil entschädigt. So weit ist es allerdings auch knapp fünf Monate nach der Insolvenzanmeldung noch nicht. „Wie hoch eine mögliche Insolvenzquote ausfallen würde, ist derzeit auch noch völlig ungewiss. Allzu große Hoffnungen sollten sich die Anleger allerdings nicht machen. In der Regel kann über die Insolvenzquote nur ein geringer Teil des Schadens kompensiert werden. Im Fall der Farm Capital Management kommt erschwerend hinzu, dass die Forderungen der Anleger voraussichtlich nachrangig behandelt werden, d.h. zuerst alle anderen Gläubiger an der Reihe sind, sodass die Anleger am Ende mit leeren Hände dastehen können. Um die drohenden Verluste abzuwenden, kann daher auch die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen geprüft werden“, sagt Rechtsanwalt Simon Kanz von der Kanzlei Cäsar-Preller in Wiesbaden.

So kann geprüft werden, ob die Farm Capital Management die Verträge überhaupt hätte abschließen dürfen. Denn die BaFin hatte der Agrofinanz GmbH nicht nur die Rückabwicklung des Einlagengeschäfts aufgegeben, sondern auch erklärt, dass es nicht zulässig sei, die Verträge zu kündigen und neue Verträge mit den Anlegern abzuschließen, die sie sogar noch schlechter stellen. „Daher ist es zumindest fraglich, ob die Farm Capital Management GmbH diese Verträge abschließen durfte. Die Anordnung der BaFin wurde auf diese Weise meines Erachtens ganz klar umgangen“, so Rechtsanwalt Kanz.

Außerdem können ggfs. auch die Anlageberater bzw. Vermittler in der Haftung stehen. Sie hätten die Anleger über die bestehenden Risiken ihrer Geldanlage und insbesondere über das Totalverlust-Risiko aufklären müssen. Ist es hier zu Beratungsfehlern gekommen, können Schadensersatzansprüche geltend gemacht werden.

Die Kanzlei Cäsar-Preller vertritt bundesweit geschädigte Anleger.




Freitag, 05 Mai 2017 13:13

Schrottimmobilien: Hoffnung für geschädigte Käufer

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Als Geldanlage oder Altersvorsorge stehen Immobilien hoch im Kurs.  Das gilt umso mehr in Zeiten niedriger Zinsen. Doch genau das machen sich auch Betrüger zu Nutze und drehen den arglosen Käufern mehr oder weniger wertlose Schrottimmobilien an.

Freitag, 05 Mai 2017 13:11

Widerrufsjoker sticht auch bei Krediten ab 2010

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Der Widerruf eines Darlehens kann dem Verbraucher mehrere finanziell interessante Vorteile bringen. Wer den Widerrufsjoker erfolgreich zieht, muss bei der vorzeitigen Rückzahlung des Darlehens keine Vorfälligkeitsentschädigung zahlen. Im Gegenteil: Bereits gezahlte Vorfälligkeitsentschädigungen können sogar wieder zurückverlangt werden. Außerdem kann durch den Widerruf ein Darlehensvertrag mit vergleichsweise hohen Zinsen rückabgewickelt werden, um dann bei der Umschuldung von den nach wie niedrigen Zinsen profitieren.

Donnerstag, 27 April 2017 14:36

Rickmers Anleihe: Risiko für die Anleger

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Insgesamt 275 Millionen Euro haben die Anleger in die Rickmers-Anleihe investiert. Das Geld ist in Gefahr. Durch die anhaltende Krise der Schifffahrt ist die Rickmers-Gruppe in erhebliche wirtschaftliche Schieflage geraten. Mit einem umfangreichen Sanierungspaket soll die Rettung des Unternehmens gelingen. Voraussetzung ist aber, dass alle Gläubiger mitspielen. Die Anleihe-Anleger sollen nun vom 8. bis 10. Mai in einer Abstimmung ohne Versammlung darüber entscheiden, ob sie die Sanierung mittragen wollen.

Donnerstag, 27 April 2017 14:35

Signa 05 / HGA Luxemburg: Dilemma für die Anleger

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Der geschlossene Immobilienfonds Signa 05 / HGA Luxemburg befindet sich in wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Anleger sollen bis zum 17. Mai über ein Finanzierungskonzept abstimmen. Verweigern sie die Zustimmung, müsste das Darlehen an die finanzierende Bank Ende August zurückgezahlt werden. Das könnte der Fonds aber wahrscheinlich nicht stemmen, sodass dann der Notverkauf der Fondsimmobilie oder sogar die Insolvenz der Fondsgesellschaft drohen könnte. Beides wäre voraussichtlich mit erheblichen Verlusten für die Anleger verbunden.

Mittwoch, 26 April 2017 15:18

Blue Ships 1 Renditefonds MS Avalon Scenery: Anlegern drohen hohe Verluste

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Anlegern des Blue Ships 1 Renditefonds MS Avalon Scenery drohen nach dem Verkauf des Flusskreuzfahrtschiffes hohe Verluste. Nach Angaben des „fondstelegramm“ können die Anleger nur noch mit einer Schlusszahlung von ca. acht Prozent rechnen. Bisher haben die Anleger rund 33 Prozent an Ausschüttungen erhalten. Unterm Strich steht demnach für die Anleger ein Verlust von knapp 60 Prozent ihrer Einlage.

Dienstag, 25 April 2017 14:57

BGH: Fehlerhafte Widerrufsbelehrung wird durch Präsenzgeschäft nicht geheilt

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Ist die erteilte Widerrufsbelehrung bei einem Verbraucherdarlehen fehlerhaft, kann dieser Fehler auch nicht durch ein Präsenzgeschäft geheilt werden. „Mit anderen Worten: Es kommt eben nicht auf die konkreten Umstände bei der Vertragsunterzeichnung an, sondern es geht nur darum, ob die schriftliche Belehrung fehlerhaft ist oder nicht. Ist der Text falsch, wurde die Widerrufsfrist nicht in Gang gesetzt und das Darlehen kann noch Jahre später wirksam widerrufen werden“, erklärt Rechtsanwalt Sebastian Rosenbusch-Bansi von der Kanzlei Cäsar-Preller in Wiesbaden.