Rechtsanwalt Joachim Cäsar-Preller

Rechtsanwalt Joachim Cäsar-Preller

Nach der Insolvenz der deutschen P&R-Gesellschaften könnte auf die Anleger weiterer Ärger zukommen. Der Insolvenzverwalter könnte von ihnen bereits erhaltene Auszahlungen zurückfordern. Zudem könnte auch das Finanzamt auf sie zukommen und Steuern nachfordern.

Die Übernahme von Monsanto könnte Bayer teuer zu stehen kommen. Vor einem Geschworenengericht in den USA musste der Konzern im Zusammenhang mit Glyphosat in dem Unkrautvernichter „Roundup“ eine herbe Niederlage einstecken.  Der Kurs der Bayer-Aktie brach anschließend dramatisch ein.

Lebensversicherungen galten lange als wichtiger Baustein für die private Altersvorsorge. Wird die Versicherungssumme schließlich ausgezahlt, sind viele Versicherungsnehmer aber oft enttäuscht. Sie erhalten zwar ihren Garantiezins, von der Beteiligung an Überschüssen und Bewertungsreserven hatten sie sich aber mehr erhofft. Grund ist, dass viele Lebensversicherer hier den Rotstift angesetzt und die Beteiligungen gekürzt haben.

Anleger müssen nach der Insolvenz der P&R-Gesellschaften hohe finanzielle Verluste befürchten. Sie müssen aber nicht auf dem Schaden sitzenbleiben, sondern können Schadensersatzansprüche geltend machen. Dass Klagen gegen die Anlagevermittler Erfolg haben können, zeigt nun ein Urteil des Landgerichts Erfurt (Az.: 9 O 736/18).

Der Airbus A380 wurde einst gefeiert, jetzt wurde das Aus für das Großraumflugzeug beschlossen. Die Produktion wird 2021 eingestellt. Investitionen in Flugzeugsfonds sollten Anlegern hohe Renditen bescheren, jetzt sorgt die geringe Nachfrage nach dem A380 für Probleme. Die prognostizierten Renditen werden sich bei den Flugzeugsfonds, die in den A380 investiert haben, voraussichtlich nicht erfüllen. Im Gegenteil: Anleger müssen mit Verlusten rechnen.

Eine erneute Krise beim Reefer-Flottenfonds von MPC hatte sich bereits im vergangenen Jahr angedeutet. Nun sind die Befürchtungen wahr geworden.  Der Schiffsfonds ist insolvent.

Die Airlines haben kein Interesse mehr am Airbus A380. Die geringe Nachfrage bedeutet nicht nur das Aus für das große Passagierflugzeug, sondern trifft auch Flugzeugfonds, die in den A380 investiert haben, weil die Fluggesellschaften die Leasingverträge nicht mehr verlängern.

Der Airbus A380 ist schon bald Geschichte. Airbus kündigte nun an, dass die Produktion des Riesenjets eingestellt und der letzte A380 im Jahr 2021 ausgeliefert werden soll. Grund für das Aus ist die sinkende Nachfrage, da das große Passagierflugzeug mit den vier Triebwerken für die Airlines nicht wirtschaftlich ist. Die mangelnde Nachfrage nach dem A380 trifft auch die Anleger verschiedener Flugzeugfonds, die in den A380 investiert und ihn an Fluggesellschaften verleast haben.

Direktinvestments sind für Anleger riskante Kapitalanlagen. Die Pleite des Containeranbieters P&R ist warnendes Beispiel. Hier drohen rund 54.000 Anlegern erhebliche finanzielle Verluste. Direktinvestments gibt es nicht nur in Container, sondern z.B. auch in Solaranlagen oder Plantagen. Für Anleger bleibt es immer ein riskantes Geschäft.

Nach der Insolvenz der deutschen P&R-Gesellschaften bangen rund 54.000 Anleger um ihr Geld. Derweil muss sich der P&R-Gründer demnächst vor Gericht verantworten. Die Anklage lautet auf gewerbsmäßigen Betrug in 414 Fällen und Steuerhinterziehung in zwölf Fällen.

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